Evidence Based Practice

Wie wir als Trainer (nicht) arbeiten sollten

Es gibt immer mal wieder Kabbeleien unter Trainern. Online, Offline und überall. Ein wenig Reibereien sind normal, gerade wenn die evidenzbasierte Welt auf die reinen Praktiker trifft. Ich könnte jetzt hunderte Artikel darüber schreiben, warum reines Erfahrungswissen doof ist. Ich könnte auch hunderte Artikel darüber schreiben, was man in der Theorie nicht lernen kann und was man am Menschen im Schützengraben des Personal Trainings und auch psychologischen Coachings gesehen haben muss. Kritiker vergessen oft, dass ich dort schon fast eine Dekade verbracht habe. Aber was viel wichtiger ist, ist das wir uns als Profession, als Gemeinschaft verstehen und evidenzbasiert arbeiten.

Evidenzbasiert heißt nicht, Studien zitieren und das war es. Evidenzbasiert heißt auch nicht, daß man immer Recht hat. Es bedeutet eine integrative Form der Arbeit in der Praxis, die sich aus den verschiedensten Einflüssen ergibt, aber immer auf Basis wissenschaftlicher Erfahrung. Ich benutze das Wort Erfahrung hier auch dort, wo es angebracht ist. Vor knapp acht Jahren wurde ein Paper publiziert, das sich mit einem transdisziplinären Modell befasst, welches auch für die Fitness Branche von Bedeutung ist. James Satterfield und Kollegen haben beschrieben, wie ein Kernmodell unserer Arbeit aussehen sollte und warum das so wichtig ist. Das sog. Drei Kreise Modell von Hayes und Kollegen habe ich selbst bereits öfters Vorträgen gezeigt und es ist die Basis meiner Arbeit und auch aller Trainer, bei denen ich in der Ausbildung helfe.

Das alte drei Zirkel Modell

Aber ich denke auch, es ist Zeit für ein Update. Beginnen wir mit dem, was Wissenschaft ist. Wissenschaft ist eben nicht, einfach mal eine Studie zitieren. Wissenschaft und Praxis gehen Hand in Hand. Fragen, die in der Praxis aufkommen, werden in der Wissenschaft gründlicher Überprüfung unterzogen. Die eigene Erfahrung eines Trainers kann dann anhand vieler Probanden unter kontrollierten Bedingungen geprüft werden.

In der Wissenschaft geht es um Empirie. Empirie bedeutet systematisierter Wissenserwerb. Systematisiert bedeutet in diesem Fall der Einsatz des wissenschaftlichen Prozesses. Das bedeutet aus Beobachten entwickeln wir eine Fragestellung, aus dieser Fragestellung entwickeln wir Hypothesen und testen diese dann. Anhand der Ergebnisse wiederum modifizieren wir die Hypothesen, stellen neue Hypothesen auf und dann testen wir wieder. Aus dem Geflecht von Hypothesen erstellen wir dann generelle Theorien, die wir in die Praxis umsetzen.

Der wissenschaftliche Prozess

Damit diese Theorien belastbar sind, brauchen wir nicht eine einzige Studie, sondern viele. Wir bauen eine Theorie anhand vieler Tests auf, wir brauchen oft viele Probanden und wir brauchen belastbare Statistik und Methodik. Je mehr Studien wir haben und je besser diese durchgeführt sind, desto besser. Und je mehr Gebiete und Varianten wir abdecken, desto besser. Wissenschaft ist ein Puzzlespiel. Wenn wir nur ein Teil kennen und das ist blau, dann könnte man denken: Oh, das ist das Meer oder der Himmel. Setzen wir das Puzzle aber weiter zusammen, dann sehen wir vielleicht auf einmal einen Wald. Es könnte also ein See sein, mit einem Wald, oder aber doch ein blauer Himmel. Und mit noch mehr teilen entwickelt sich irgendwann vielleicht ein Bild von einem Ritter in einer Schlacht neben einem Schloss vor einem Wald mit einem See. Wir können das Bild mit jedem Teil besser erkennen und ab einem gewissen Punkt werden unsere Hypothesen für den Inhalt des Bildes immer besser. Wir brauchen nicht jedes einzelne Teil, das ist oft schwer. Aber mit jedem Teilchen wird es besser.

Viele Kritiker glauben, Wissenschaft ist ein Prozess, der linear verläuft. Wir testen etwas, sagen wir, 1 oder 3 Sets pro Workout oder 80 oder 120 Wiederholungen pro Woche. Und dann testet man das und dann sagt die Studie uns “Mach das da.”

Das ist nicht der Fall. Die Realität sieht eher so aus:

Wissenschaft ist ein Puzzle-Netzwerk, keine lineare Ja/Nein Prozedur

In einem neueren, besseren Modell evidenzbasierter Praxis müssen wir verstehen, warum evidenzbasierte Praxis wichtig ist. Evidenzbasierte Praxis ist die Antwort darauf, wie wir Entscheidungen treffen. Wenn ein Klient zu uns kommt und sagt, er will Muskeln aufbauen, fitter werden, abnehmen oder eine Medaille gewinnen will, brauchen wir einen Prozess, mit dem wir arbeiten können. Wir brauchen einen Prozess zur Entscheidungsfindung, was genau wir tun, damit der Klient sein Ziel erreicht. Die Grundlage eines solchen Prozesses ist zuallererst, die Theorie, die sich in der Wissenschaft entwickelt hat. Dabei sehen wir uns die Evidenz an, die publiziert ist, ebenso wie die, die wir aus Lehrbüchern kennen. Wir haben ein Gerüst aus Verständnis, aus dem wir unsere erste Ebene von Empfehlungen ableiten. Was Wissenschaft angeht, ist die Qualität der Daten wie bereits oben erwähnt, nicht immer gleich. Auch die Art der Daten, die wir bekommen und die Art der Studien und Papiere, die wir lesen, ist verschieden. Deswegen hier nochmal ein Überblick über die Hierarchie der Beweise.

Die Hierarchie der Beweise – Bessere Evidenz ist anderer gegenüber zu bevorzugen, im Zweifel schlägt höhere die niedrigere Evidenz!

Jede dieser Ebenen steht qualitativ über der anderen, da sie eindeutigere, belastbarere Daten liefern kann. Bei Reviews und Meta-Analysen ist es jedoch so, dass sie nur die Daten zusammenfassen können, die von den Ebenen darunter geliefert werden können. Auch können Meta-Analysen manchmal qualitativ fragwürdig sein. Gute Meta-Analysen setzen hohe Qualitätskriterien an und geben ebenso an, wie viele Studien aus welchen Gründen für die Datensammlung entfernt wurden.

Aus diesen Analysen lernen wir, wie ein bestimmtes Thema zu bewerten ist. Wir setzen die Puzzleteile so zusammen, dass wir eine Frage genaustmöglich beantworten können. Das heißt aber nicht, dass das nun jeweils für jeden gilt. Die Wissenschaft nutzt eine Verteilungsfunktion und Wahrscheinlichkeitsfunktion. Wir nutzen also Vergleiche. Wenn wir sagen “XYZ funktioniert” heisst das nicht, “XYZ funktioniert immer.” Es heißt auch nicht, “XYZ löst Problem ABC.” Es heisst: “Wenn wir X tun, haben wir eine Y%ige Wahrscheinlichkeit einer Verbesserung um Z.” Oder aber wir sagen: Wenn wir drei bis fünf Sätze statt einem benutzen, oder aber 40-60 Wiederholungen statt 20-30 pro Workout,, sehen wir im Schnitt einen 40% größeren Anstieg beim Muskelzuwachs. Das heisst nicht, dass wir nun bei jedem Klienten zwangsläufig 40% Verbesserung sehen oder zwangsläufig 60 Wiederholungen einsetzen müssen. Es sagt uns erstmal nur etwas darüber, dass Hypertrophie in einem bestimmten Rahmen, bei bestimmten Personen besser funktioniert. Denn nicht jeder reagiert gleich. Reaktionen auf Training sind normalverteilt. Das bedeutet, wenn man sehr viele Menschen den gleichen Trainingsplan machen lässt, sehen die Ergebnisse ungefähr so aus:

Standardnormalverteilungen auf Basis verschiedener Streugrade, irgendwo da drin ist das Ergebnis deines Klienten, weißt du wo?

Normalverteilung heißt, alle Messwerte zusammen ergeben eine Glockenkurve. Und das bedeutet, dass wir jeweils 68,27% innerhalb einer Standardabweichung finden. Und, dass wir 95,45% aller Messwerte innerhalb von zwei Standardweichungen finden. Das heisst auch, dass auf jeder Seite der Funktion ca. 2.5% der Werte liegen. Das heißt, diejenigen, die richtig gut und richtig schlecht auf Training reagieren, liegen am Rand. Warum das wichtig ist? Aus zwei Gründen: Erstens weil unter all deinen Kunden du Werte zwischen einer und zwei Standardabweichungen in fast jedem Training vorhersagen kannst. Das ist insofern interessant, als dass du lernst, Resultate bei Kunden auf das gleiche Trainingsprogramm besser einzuschätzen. Es wird ein typisches Resultat geben. Es wird gute und nicht so gute Resultate geben. Und es wird unglaubliche Resultate geben, bei denen nichts passiert oder dein Klient zu einem Monster mutiert. Diese Resultate einschätzen zu können, ist bei einem gleichen Trainingsprogramm eine Sache von Daten. Diese Daten wiederum kannst du von Anfang an bekommen, weil viele Studien vor dir durchgeführt wurden und weil viele Trainer bereits Athleten trainiert haben. Zweitens, wenn du Personal Trainer bist, werden viele deiner Kunden ziemlich zufällig zu dir kommen. Sie vereint nur der Wunsch nach Training. Aber eine sportliche Vorselektion wird es nicht gegeben haben. Trainierst du hingegen Sportler, wird mit jeder Stufe ein bisschen mehr Vorselektion stattfinden. Das bedeutet, dass du völlig andere Kunden hast. Ein Personal Trainer, der sich auf die Worte eines Profi-Coaches mit Bundesliga Kader Sportlern verlässt, wird sich wundern warum viele Dinge nicht funktionieren. Die Kunden eines PT sind nicht vorsortiert. Ein Profi-Coach wiederum, der vorselektierte Sportler hat, kann sich zuerst auf die durchschnittliche Methodik verlassen und von dort an individuell seine Athleten austesten. So ein Trainer hat auch deutlich mehr Daten. Je weiter Fortgeschritten die Selektion ist, desto wahrscheinlicher sind die Kunden des Profis Teil der 2,5% ganz rechts. Was hier funktioniert, killt oftmals diejenigen weiter Links auf der Kurve. Was aber mittig funktioniert, funktioniert meist auch ganz Rechts. Und die Leute ganz Links wiederum, die besonders schlecht auf Training reagieren, sind diejenigen die nur selten verstanden werden.

Ein guter Trainer weiß also nicht nur welche Methode er anwenden soll, sondern auch, in welchem Zeitraum welche Resultate zu erwarten sind. Und das weiß der Trainer nur, wenn er sich auf Daten verlässt und Daten sammelt. Die Top Performance Trainer, die ich kenne, haben nahezu alle inzwischen Datenbanken aufgebaut in denen sie ihre Klientenstatistiken verwalten. Und warum tun sie das? Weil sie wissen, dass ihre eigene Erfahrung im Vergleich zu systematisierter Datenerfassung zu unsicher und oft wertlos ist. Die Athleten sind oft vorsortiert und man kann selten von einem Kunden direkt auf den nächsten schliessen.  Anhand der Resultate erkennen wir den Faktor der Trainierbarkeit eines Individuums, indem wir verstehen, wie das Individuum im Kontext abschneidet. Durch einen Vorher/Nachher Kontext und den Kontext anderer Athleten verstehen wir das Individuum und seine Reaktion auf Trainingsformen im Vergleich. Eine Bewertung ohne Kontext ist gar nicht möglich. Und je nach Kontext kann das Ergebnis anders ausfallen. Ein Athlet im ersten Bundesligakader wird eine andere Entwicklung hingelegt haben als jemand, der gerade mit Training begonnen hat. Die Zuwächse an Leistung sind völlig andere. Ich selbst habe Athleten und Einsatzkräfte aus allen Himmelsrichtungen und allen lagern betreut. Die Unterschiede sind gigantisch und das müssen wir akzeptieren. Wir müssen also auch die Informationen von Trainern aus bestimmten Sphären kritisch betrachten. Was dem einen hilft, kann für mich unnütz sein. Ich trainiere im Moment selbst mit einem Cardioprogramm, das ein Trainer von Olympia Athleten für Anfänger aufgebaut hat. Ich bin hart im Nehmen, aber ich würde diese Art von Programm keinem Kunden zumuten, der nicht unbedingt wirklich richtig Biss hat. Ein Trainer der 2.5% hat dieses Problem nicht, seine Kunden haben alle Biss. Sonst wären sie nicht dort, wo sie bereits sind.

Dennoch kann Wissenschaft nicht direkt alle Fragen lösen. Auch wenn bestimmte Fragen im Training wichtig und geklärt sind, sind andere es nicht. In der Praxis gibt es Fähigkeiten, die man nur abstrakt erforscht hat. Wie bringt man jemandem eine Kniebeuge bei? Welche Korrekturen sind bei welcher Problematik am erfolgreichsten? Wie sieht es mit einem individuellen Klienten aus? Und was tun, wenn die Wissenschaft eine optimale Strategie vorgibt, diese aber nicht einsetzbar ist? Das kann passieren, wenn wir Krafttraining in einem Athletikverein einsetzen wollen, dort die Ballspieler aber schon 4x die Woche trainieren. Auch wenn ein Hochfrequenztraining mit schweren Lasten gefolgt von einem explosiven Transmutationstraining 3-4x die Woche optimal wäre, lässt der Organisationskontext das nicht zu. Ebenso ist manchmal nicht das Equipment vorhanden, das man gerne hätte. In der Praxis ist man oft Limitationen gegenüber

Evidenzbasierte Praxis muss all das bedenken. Und deswegen präsentiere ich hier in Anlehnung an das transdisziplinäre Modell von Satterfield und Kollegen ein branchenübergreifendes Modell evidenzbasierter Praxis im Training:

Das Modell evidenzbasierter Praxis in der Fitnessbranche – All dein Handeln sollte sich aus diesem Modell ableiten! 

Evidenzbasierte Praxis bedenkt die individuellen Bedürfnisse der Kunden, evidenzbasierte Praxis bedenkt die Erfahrungen im Umgang mit Klienten und beruft sich dabei auf die aktuelle wissenschaftliche Erkenntnis und stellt sich NICHT gegen sie. Ein wichtiger Teil der Hierarchie ist es anzuerkennen, dass die eigenen Erfahrungen im Vergleich zu wissenschaftlichen Daten anekdotisch und immer von verzerrter Wahrnehmung geprägt sind. Die eigene Erfahrung wird dann wertlos, wenn sie unter kontrollierten Bedingungen entstandenen, qualitativ hochwertigen Daten der Wissenschaft widerspricht. Evidenzbasierte Praxis sorgt für evidenzbasierte Entscheidungsfindung und damit evidenzbasierte Ratschläge. Das bedeutet, dass wir unter anderem Entscheidungen treffen, welcher Lösungsweg eine hohe Wahrscheinlichkeit hat, dem Klienten zu helfen. Es bedeutet, dass wir Modelle in die Tonne werfen, deren theoretische Grundlage nicht haltbar ist. Beispiele dafür sind Säure-Basen-Ernährung, das Stabiltäts-Mobilitäts-Kontinuum und Methoden für Corrective Exercise. Alle drei Modelle sind zwar beliebt unter Personal- und Athletiktrainern, aber sie entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage. Ob sie irgendeine Form von Erfahrungswissen stützt, ist dabei irrelevant. Es gibt zu viele andere Möglichkeiten, warum irgendetwas einen Effekt hat. Entscheidend ist, dass diese Modelle der Überprüfung nicht standgehalten habe. Ob sie einen gefühlten Nutzen in der Praxis haben, wird dann irrelevant. Da ihr theoretisches Futter nicht existiert, legen wir sie zur Seite. Evidenzbasierte Praxis ist kein “Wünsch dir was” Kiosk, es ist ein Prozess mit realen Kunden unter realen, objektiven Bedingungen zum Erreichen eines subjektiven, individuellen Zieles.

Und deswegen ist es wichtig, zu verstehen, dass unsere eigenen Erfahrungen denen der Wissenschaft untergeordnet sind. Wenn wir mit unserem limitierten Verstand etwas wahrnehmen und das Gefühl haben, etwas ist anders als es die Forschung bisher dargestellt hat, sollten wir dem kritisch gegenüberstehen. Wir sollten nicht nur die Forschung, sondern zuallererst unsere Wahrnehmung hinterfragen und bedenken.Es heißt nicht, dass wir unbedingt Unrecht haben, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist deutlich niedriger als anderen Erklärungen. Für unsere Klienten ist das entscheidend, denn die sind es, denen wir helfen wollen. Eine eigene negative Erfahrung ist irrelevant, wenn sie nur in einem Prozent aller Probanden vorkommt. In 99% der Fälle wird unser Klient diese nicht machen. Eine eigene, seltene positive Erfahrung sollten wir eben kritisch betrachten, wenn sie gegenüber der Masse der Evidenz steht. Als Trainer sind wir niemals besser als die Evidenz. Ich kenne Trainer aus allen Lebenslagen, vom Personal Trainer bis zu Trainern, die auf nationalem Niveau agieren. Und keiner von ihnen ist weiter als die Forschung es zulässt oder hat eine besondere Cutting Edge. Ihre Probierfreudigkeit ist es zwar, die die Forschung manchmal aufhorchen lässt und ihre Probleme in der Praxis sind es, die Wissenschaftler dazu bringen, genauer hinzusehen, neue Fragen zu beantworten und neue Lösungen zu erarbeiten. Aber keiner ist weiter als die Evidenz es zulässt.

Und genau deswegen sollte unser Handeln nach dem Modell evidenzbasierter Praxis erfolgen. Wir sind nicht besser als die Evidenz und wir sind es unseren Kunden schuldig, die bestmögliche Lösung in jeder Situation zu finden, damit sie ihre Ziele erreichen können.

Quellen:

Satterfield, J. M., Spring, B., Brownson, R. C., Mullen, E. J., Newhouse, R. P., Walker, B. B., & Whitlock, E. P. (2009). Toward a transdisciplinary model of evidence?based practice. The Milbank Quarterly87(2), 368-390.  http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1468-0009.2009.00561.x/full

3 Kommentare
  1. Frank
    Frank sagte:

    Ich lasse den Kommentar durch, auch wenn es wohl ein gezieltes Hit Piece ist. Bei nicht-öffentlichem Interesse kann man privat nachfragen, dann erzähle ich gerne mehr. Aber sowas wird wohl in nächster Zeit öfter kommen.
    Bevor ich auf die Fragen antworte: Für meine Arbeit als Trainer ist es schlichtweg unnötig, an einem Forschungsinstitut gearbeitet zu haben. Das sollte jedem einleuchten, der einigermaßen imstande ist, das zu verstehen.
    Während und nach Masterstudium habe ich für eine Unternehmensberatung gearbeitet, die interne Forschungsabteilung für Auftragsarbeiten aufgebaut un dann geleitet, und zudem noch als Ghostwriter gearbeitet.
    Von mir gibt es abseits von meiner Masterarbeit nichts, wo öffentlich mein Name draufsteht.

    Die Sache mit den Papers ist amüsant, ich habe neben meiner Tätigkeit als Trainer auch als Dozent gearbeitet, und genau diese Dinge Studenten beigebracht. Arbeits- Und Organisationspsychologie, mit Fokus auf Forshcungsmethodik, der Analyse von Papern, Methodik, Statistik, Versuchsaufbauten und einen Fokus mit Unterschieden auf quantitativen und qualitativen Trainingsmethoden. Quantitative und qualitative Forschungsmethoden, ihre philosophische Grundlage und all diese schönen Dinge sind die Grundlage eines jeden Psychologiestudiums. Der Unterschied zu reinen Naturwissenschaften besteht nicht im Aufbau, sondern schlicht darin, dass man den Psychologen aufgrund der Methodenvielfalt noch die philosophische Grundlage der Wissenschaftstheorie beibringt.

    Ein Sportwissenschaftler arbeitet nahezu nie an einer Leiche. Das machen meist nichtmal Biologen, sondern vor allem Mediziner. Keine Ahnung, woher du deine Ahnung nimmst, aber eine Peilung von den Studiengängen bringst du wohl auch nicht mit.

    Aber ansonsten ist es immer wieder schön, wenn jemand freundlich fragt und auf Fehler hinweist. Ich diskutiere gerne weiter, über einzelne Sachthemen. Die sind im Vergleich zu meiner Person deutlich interessanter, als zu versuchen, mir auf diese Weise in den Karren zu fahren. Bei Sachthemen, die fehlerhaft sind, immer gern diskutieren. Was meine Person betrifft, ist es langweilig. Wenn man mir vorwerfen will, Paper nicht zu verstehen, dann bitte spezifisch sein, welches, wann, wie, wo genau gemeint ist, ansonsten ist es nur ein komischer Versuch, mich zu ärgern.

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  2. Frank
    Frank sagte:

    Der war nur nicht angebracht, sondern hat tatsächlich auch den geistigen Horizont einer billigen, schlecht recherchierten und wenig kompetenten Stimmungsmache gegen mich gezeigt.

    Ja, trollen ist lustig, sich lustig machen ist auch ganz toll. Keine Ahnung, was das im Moment gerade soll, da es von vielen Seiten kommt. Aber doch, viele Forscher tun das. Stolz sind manche, andere tun es für das Geld.

    Ich weiß, wer mich schätzt, ich weiß wer meine Arbeit schätzt. Und daher sind diese Kommentare irgendwie… komisch. Ich meine, wenn du viele Größen der Fachwelt kennst, frag doch mal einige nach meinem Namen. Ich habe gehört, manche Menschen kennen und schätzen mich sogar.

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  3. Frank
    Frank sagte:

    Gut, du demonstrierst schlicht, dass du keine Ahnung hast, was Psychologie heute so macht und auf welcher Grundlage viele Mediziner und Biologen so ihre Statistik aufbauen. Wir sind alle Wissenschaftler, ein nicht zu unterschätzender Teil wurde für die Bedürfnisse von Psychologen erfunden und heutzutage oft für interdisziplinäre Teams. Ist schon witzig, wenn man so eindeutig sieht, wie ein Kommentator wirklich keine Ahnung hat.

    Ist das irgendwas, das mit Christian zu tun hat? Muss man mir an den Karren fahren, weil ich mich mit Christian gut verstehe? Ich verstehs nicht und finde es mehr als arm. Keine echten Argumente, ad hominem Kram, keinerlei Inhalt.

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